Neubau Fuß- und Radwegebrücke Rauental, Koblenz

LEISTUNGEN

Objektplanung (inkl. Vorstatik)

Baustatische Prüfung

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HIGHLIGHTS

444 m Gesamtlänge der Überführung

80 m lange Stahlbrücke über die Gleise

182 m Gesamtlänge der Rampenbauwerke

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AUFTRAGGEBER

Tiefbauamt Stadt Koblenz

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Mit dem Neubau der Fuß- und Radwegebrücke im Koblenzer Stadtteil Rauental entsteht eine wichtige Verbindung zwischen den Stadtteilen Rauental und Goldgrube. Die neue Querung führt über die 12-gleisige Bahnanlage des Güterbahnhofs Koblenz-Mosel der DB AG und erleichtert insbesondere Radfahrern die sichere und komfortable Überfahrt. Die Konstruktion umfasst insgesamt fünf Teilbauwerke.


Der zentrale Bestandteil ist die moderne Überführung über die Gleise. Sie wurde als integraler Einfeldrahmen mit beidseitigen V-förmigen Pfeilern errichtet. Der Überbau besteht aus einem dichtgeschweißten Hohlkasten in Stahlbauweise.

Der Querschnitt verjüngt sich von den Pfeilern zur Feldmitte hin von rund 1,80 m auf etwa 90 cm. Die Stützweite zwischen den Pfeilern beträgt ca. 64 m, die Gesamtlänge des Bauwerks knapp 80 m. Die Gründung erfolgt über Bohrpfähle als Tiefgründung.

Um wind- und fußgängerinduzierte Schwingungen zu minimieren, wurden bereits zwei Schwingungsdämpfer mit einem Gesamtgewicht von bis zu 8 t vorgesehen. Ihre genaue Bemessung erfolgt nach Fertigstellung des Bauwerks, da sie von der komplexen Boden-Bauwerks-Interaktion abhängt.

Während der Bauphase liegt der Überbau temporär auf drei Hilfsstützen. Diese bestehen aus je acht duktilen Gusspfählen, einem Pfahlrost aus HEB-Trägern sowie einer Layher-Gerüstkonstruktion. Zwei Pressen mit einer Hublast von über 50 t tragen den Überbau während dieser Phase.


Beidseitig schließen sich barrierefreie Rampen an das Hauptbauwerk an. Jede Rampe überspannt 12 Felder und erreicht eine Länge von rund 182 m.

Die Fahrbahnplatten bestehen aus ca. 45 cm starkem Stahlbeton. In den Stützachsen lagern sie auf leicht geneigten Pfeilern aus stählernen Rundprofilen. Auch hier erfolgt die Gründung über Bohrpfähle.


Ergänzend zu den Rampen wurden auf beiden Seiten der Gleise Treppentürme errichtet. Sie ermöglichen einen schnellen und direkten Zugang für Fußgänger. Auf Aufzüge wurde bewusst verzichtet, eine Nachrüstung ist jedoch jederzeit möglich.



Durch die beiden umfangreichen Rampenbauwerke erreicht die gesamte Konstruktion eine beeindruckende Länge von knapp 444 m.